Bestand CH BBB FI Vatter - Firmenarchiv G. R. Vatter AG

Identifikation

Signatur

CH BBB FI Vatter

Titel

Firmenarchiv G. R. Vatter AG

Datum/Laufzeit

  • 1870 - 2025 (Anlage)

Erschließungsstufe

Bestand

Umfang und Medium

1,5 Laufmeter

Kontext

Name des Bestandsbildners

Biographische Angaben

Bestandsgeschichte

1833 eröffnete Jakob Friedrich Dürr (1810-?) aus Gröningen (D) in Bern eine Ablage für seine Sämereien. Im Jahr 1859 zog er von der Gerechtigkeitsgasse an die Kramgasse. 1871 trat Gottlob Friedrich Vatter (1844-1922), ebenfalls aus Gröningen stammend, als Helfer in das Geschäft ein. Im Folgejahr übergab Dürr Vatter das Geschäft, das von da an bis 1892 'Dürr & Vatter' hiess. Als Dürr im Jahr 1892 sein Haus an der Kramgasse verkaufte, erwarb Vatter ein Haus in der Marktgasse, in welchem sich das Geschäft fortan unter der Firmenbezeichnung 'G. F. Vatter, Samen- und Kolonialwarenhandlung' befand. 1885 hatte Vatter das Burgerrecht in der Zunftgesellschaft zum Affen erworben. Von seinen vier Kindern trat der zweitälteste Sohn Robert Vatter (1874-1927) im Jahre 1894 in das Geschäft ein, das er im Sommer 1904 unter dem Namen 'G. R. Vatter, Samenhandlung' übernahm. 1911 heiratete Robert Vatter Hedwig Steiger (1890-1972). Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes leitete Hedwig 1927 die Samenhandlung, die sie in eine Aktiengesellschaft umwandelte, um den bisherigen Namen beibehalten zu können.

1929 bot sich Hedwig Vatter die Gelegenheit, zusammen mit anderen Investoren das Eckhaus 'Ville de Paris' an der Ecke Spitalgasse/Bärenplatz zu kaufen. In nur sechs Monaten wurde ein Neubau mit Stahlrahmenkonstruktion errichtet. 1930 konnte der Umzug des Geschäfts in das 'Bäreck' genannte Gebäude erfolgen. Trotz Weltwirtschaftskrise waren die 1930er-Jahre für die 'G. R. Vatter AG' von einem Aufschwung geprägt. So wurde zur Lagerung des Samenguts in Köniz ein zusätzliches Samenlager gebaut und ein Versuchsgarten eingerichtet. Mit dem Versuchsgarten entwickelte die Firma einen Geschäftszweig weiter, den Robert Vatter bereits seit 1914 in kleinem Rahmen betrieben hatte. Auch während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit prosperierte das Unternehmen. 1960 erfolgte die Expansion nach Allmendingen, wo ein Gartencenter aufgebaut wurde. Der Sohn und Nachfolger von Hedwig Vatter, Robert Vatter (1914-1992), trat 1983 die Aktienmehrheit an den Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften in Bern und benachbarter Kantone (VLG) ab, um die langfristige Entwicklung zu sichern. Die Firma 'G. R. Vatter AG' bestand aber fort. 1991 wurde das Stadtgeschäft geschlossen und die Aktivitäten auf das Allmendinger Gartencenter konzentriert. Das Geschäftshaus am Bärenplatz verblieb in Familienbesitz. Hedwig Vatter hatte die Immobilie in die Bärag AG integriert, deren Mehrheitsaktionärin sie selbst war und die sie an ihre Söhne übertrug.

Der Bestand umfasst sowohl Unterlagen der Firma als auch - in geringerem Umfang - der Familie Vatter. Einblick in die Geschichte und Geschäftstätigkeit der Firma geben insbesondere die Unterlagen zu den Firmenjubiläen, die Protokolle der Generalversammlungen sowie die umfangreiche Dokumentation der Finanzgeschäfte. Bei Letzteren konnten allerdings geschäftliche und private Transaktionen nicht immer klar auseinanderdividiert werden. Weitere Dokumente zur Geschäftstätigkeit wie etwa Werbung oder Geschäftskorrespondenz sind kaum bzw. nicht überliefert.
Gut dokumentiert ist die weitere Tätigkeit der eng mit der Samenhandlung verbundenen Bärag AG durch die Überlieferung von Generalversammlungsprotokollen, Vermietungsunterlagen sowie Akten und Plänen zu Umbauten.

Unter den vereinzelten Familiendokumenten sind etwa die Fotografien sowie die Kurzbiografie zu Hedwig Vatter zu erwähnen.

Abgebende Stelle

Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Bewertung, Vernichtung und Terminierung

Zuwächse

Ordnung und Klassifikation

Zugriffs- und Benutzungsbedingungen

Benutzungsbedingungen

Öffentlich

Reproduktionsbedingungen

In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache

    Schrift in den Unterlagen

      Anmerkungen zu Sprache und Schrift

      Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen

      Sachverwandte Unterlagen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Originalen

      Existenz und Aufbewahrungsort von Kopien

      Verwandte Verzeichnungseinheiten

      Verwandte Beschreibungen

      Anmerkungen

      Alternative Identifikatoren/Signaturen

      Zugriffspunkte

      Zugriffspunkte (Thema)

      Zugriffspunkte (Ort)

      Zugriffspunkte (Name)

      Zugriffspunkte (Genre)

      Beschreibung

      Archivcode

      Benutzte Regeln und/oder Konventionen

      Status

      Erschließungstiefe

      Daten der Bestandsbildung, Überprüfung, Löschung/Kassierung

      Sprache(n)

        Schrift(en)

          Quellen

          Bereich Zugang